Evangelisch-Lutherisches

Kirchspiel Geithainer Land


Gesegnete Mahlzeit 2009

Missiofond-Logo

Das Jahr hat gerade erst begonnen und schon sind wir wieder mitten drin. In all den großen und kleinen Aufgaben die auf uns Lauern.

Eine Aufgabe der größeren Art ist zur Zeit die Umgestaltung des alten Kirchspiel-Büros zu einer geeigneten Kinderküche.

Wie kommt es dazu? Vielleicht ist über dieses Projekt noch nicht viel bis zu ihnen vorgedrungen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und sie diesbezüglich ein wenig in unsere Töpfe schauen lassen.

Projektlogo Abendbrot zum AbendläutenUnsere Töpfe befinden sich momentan noch im Barbereich der JG. An dieser Stelle wird geschnippelt, geputzt, gewaschen und gekocht.

Alle versuchen sich nach ihren Fähigkeiten mit einzubringen. Wenn ich sage alle, dann ist es auch so das sich von unseren jüngsten, die beide 3 Jahre alt sind bis zu den großen die schon in Richtung 17 heranwachsen, mit beteiligen ein gutes Abendessen und einen dazu besonders gedeckten Tisch herzurichten.

René Gauter

Was, seit wann haben wir denn Hauswirtschaft in unserem Kirchspielprogramm?

Nein, um Hauswirtschaft handelt es sich nicht. Eher um ein Missionarisches Projekt das Bedürftigen Lebenshilfe bieten soll.

So hatten Pfarrer Helbig und ich, René Gauter, im vergangenen Jahr die Notdurft gesehen, etwas für die Kinder der Menschen anzubieten die sich von der Tafel über Wasser halten müssen. Das betrifft in Geithain ca. 60-70 Kinder.

aktueller Flyer des MissiofondsEs entstand eine Konzeption die auf ein Projekt des Landesjugendpfarramt zugeschnitten sein musste. Die Chancen standen für uns nicht besonders gut, weil wir als einziges Kirchspiel mit unserem Projekt gegen sieben Kirchenbezirke antreten mussten. Aber auch die Menschen die über das Schicksal des Projektes befinden mussten, konnten wir bei einer Vorstellung in Dresden über die Notdurft und den Missionarischen Charakter des Projektes überzeugen.

So konnten wir im September mit unserem Projekt durch die Unterstützung vieler Spender und einem Zuschlag für eine 60-prozentige Stelle für dieses Projekt starten.

Der Start

Nach einer Einladung zu einem ersten Treffen das „Abendbrot zum Abendläuten“ in Anspruch zu nehmen, fieberte ich dem ersten mal entgegen. Es war ziemlich spannend, denn ich wusste nicht wie viele werden kommen und wie werde ich mit den Kids klar kommen oder werden sie das Angebot ausschlagen.

Dann hatte sich auch noch unsere Bezirkskatechetin Frau Hähnel angemeldet. Die gerade auf Visitation im Kirchspiel unterwegs war. Sie hatte von diesem Projekt erfahren und wollte sehen wie es in der Praxis funktioniert. Das wusste ich aber bis dahin auch noch nicht und ich war ganz schön gespannt ob auch unser zusammengestellter Tagesabschluss bei den Kids ankommt. Wir wussten ja, das wir es an dieser Stelle mit Kindern zu tun bekommen, denen so etwas wie ein Ritueller Tagesabschluss völlig fremd sein würde.

Der Tag X rückte heran und ich hatte alle Vorbereitungen getroffen. Wie wird es sein? Ob überhaupt jemand kommt, schoss es mir so durch den Kopf, aber schon standen fünf Kids vor mir und fragten was wir denn wohl kochen. Um mit dem Geschmack nicht völlig falsch zu liegen gab es natürlich Spagetti. Und wir machten uns gemeinsam an die Arbeit.Es war für beide Seiten eine gute Erfahrung und so verabschiedeten wir uns mit einem „bis Donnerstag“.

Inzwischen regelmäßig 20 bis 30 Kinder

Seit diesem ersten Kochen ist eine menge Zeit ins Land gegangen und die Zahl der Teilnehmer ist ständig gestiegen.

So verköstigen wir meist zwischen 15-30 Kinder und Jugendliche die alle sehr begeistert mit anfassen. Klar dass man so eine Meute allein nicht bewältigen kann. Und so freut es mich immer wieder neue und alte Gesichter von Helfern zu sehen, die sich Dienstags und Donnerstags mit einbringen.

Wie schon am Anfang erwähnt, haben wir bei allem nicht nur das leibliche Wohl der Kinder im Auge sondern, wollen ihnen auch zuhören und sie Annehmen und in dieser Annahme auch ein Stück auf dem Weg begleiten und geleiten. So sind einige der Kinder doch stark daran interessiert, warum wir Christen uns für andere Einsetzen und was am Glauben dran ist.

Und es macht Spaß, den Kindern etwas von Gottes Liebe weiter zu schenken und ihnen zuzeigen das es jemand gibt bei dem sie Willkommen sind.

Danke an Spender und Beter

Ich möchte an dieser Stelle, den vielen Spendern, Betern und Mitarbeitern danken die so eine Arbeit im Kirchspiel ermöglichen.

Danke und Gott möge sie Segnen.

Ihr Renè Gauter

 

Ausblick

Beinah hätte ich vergessen ihnen noch einen Ausblick auf die Weiterführung des Projektes zu geben. Ab Mitte März wird es Mittwochs ab 6.30 Uhr ein Frühstücksangebot mit Morgensegen geben. Ich bin schon jetzt gespannt wie es anläuft.

 

Übrigens:

Das Projekt "Abendbrot im Abendläuten", ein Teilbereich des Missio-Fond-Projekts "Gesegnete Mahlzeit" wird unterstützt durch den Missionfond der Evangelischen Jugend Sachsen.

Unser Mitarbeiter René Gauter ist dort der leitende Kopf.

Hier sehen Sie eine Info aus der LVZ Geithain vom 27. Dezember 2008:

Zeitungsartikel "Abendbrot im Abendläuten"