Evangelisch-Lutherisches

Kirchspiel Geithainer Land


Die Kirchgemeinde Jahnshain

Kirche Jahnshain Außenansicht

Die Seelsorger von Jahnshain waren soweit bekannt immer Pfarrer und Diakone von Kohren.

Seit 1849 war dann Jahnshain eine selbständige Kirchgemeinde als Tochterkirchgemeinde von Kohren. Am 26. Januar 1849 wurde der damalige Diakonus Scheubner in Kohren zugleich zum Pfarrer in Jahnshain berufen.

Pfarrhaus Jahnshain

Diakonus Listner war dann der letzte Pfarrer in Jahnshain. Nach seinem Weggang 1919 wurde das Amt nicht mehr besetzt.

Ab dem 1. April 1925 übernahm der Rathendorfer Pfarrer die geistliche Leitung der Kirchgemeinde Jahnshain.

Seit 1952 gehörten auch die Christen aus Linda und Meusdorf zur Kirchgemeinde Jahnshain; vorher gehörten sie der Kirchgemeinde Kohren-Sahlis an.

Rechts im Bild die Kirche Jahnshain im Mai 2008 --->

Mit dem Wegfall der Rathendorfer Pfarrstelle 1994 wurde ein sogenanntes Schwesternkirchenverhältnis mit den Kirchgemeinden Rathendorf, Obergräfenhain und Oberelsdorf gegründet. Sitz des Pfarramtes war dann das Pfarrhaus Obergräfenhain.

Von dort aus leiteten die Pfarrer Christoph Weber (1994)-2001) und Markus Helbig (2001 bis 2004) die Geschicke der Kirchgemeinde.

 

Kirche Jahnshain - Kirchenbaugeschichte

Um 1110 entstand in Jahnshain ein kleine Kapelle.

15. Jahrhundert

15.Jh. fügte man östlich in gleicher Breite dem Schiff einen neuen Chor an, der an Höhe das Schiff bedeutend überragt und im gotischen Baustil ausgeführt wurde

Der Altar der Jahnshainer Kirche.

16. Jahrhundert

1500 drei neue Glocken aus Bronze werden angeschafft

Außerdem werden später die erste Empore an der Nordseite eingebaut über beide Räume (Schiff und Chor) und im 1. Geschoss und im Chor mit einem 2. Geschoss

Die Kanzel der Kirche Jahnshain.17. Jahrhundert

1605 Taufstein aus der Kirche Kohren gekauft mit Jahreszahl 1224

1685 größere Hauptreparatur (Turm befestigt, Glocken ausgebaut, Dachreiter erneuert, vorderer Teil der Kirche umgebaut)

1686 neue Werksteinkanzel mit Blattornamenten gestiftet

1689 neuer Altar, neue Emporkirche

1698 neue Turmuhr

18. Jahrhundert

1707 eine „hohe" Altartafel

1741 Kirchhalle mit Quadersteinen gepflastert

1742 Emporen neben der Kanzel eingebaut

Kircheninneres Blick zur Orgelempore

19. Jahrhundert

1809 bekam Kanzel und Taufstein neuen Hut

1809 neue Böhmeorgel (Empore mußte umgebaut werden), neue Emporkirche und steinerne Treppe von außenHistorische Bemalung um gotisches Fenster

1809 neues Chorgestühl

1817 Orgel gestimmt und Register „Viola di Gamba" eingebaut

1822 Kirche außen mit Kalk beworfen und überweißt, Kirchdach repariert und Kirchenknopf vergoldet

1825 neuer Blitzableiter

1838 wurde „hohe" Altartafel von 1707 durch eine halb so hohe ersetzt, aus der früheren aber die Bilder aus der Geschichte

Jesu aufgenommen, eine zweite Empore über der von 1742 erbaut

1839 neue Taufschüssel

Schrifttafel über dem Seiteneingang

1840 Kirche innen geweißt, Emporen gestrichen, einige Fenster erneuert

1850 von außen eine Tür in Sakristei angelegt, Halle mit Schiefer gedeckt

1852 Sakristei mit Schiefer gedeckt Turmuhr repariert

1861 Kirchendach unter den Glocken mit Schiefer gedeckt

1869 Kirchendach über der Orgel mit Thüringer Schiefer gedeckt

1877 Kirche abgeputzt und geweißt, Kirche innen mit Ölsockel versehen

1879 drei neue Bronzeglocken, auf dem Glockenböden vier neue Schalllöcher eingebaut, Dach des Glockenbodens umgedeckt

1889 Strohdecken für Altar beschafft

1890 Kirche innen renoviert, in der Zeit fand Gottesdienst im Gasthof statt

1892 Turmknopf und Wetterfahne erneuert

Taufstein20. Jahrhundert

1910 neue Blitzableiter 1931 Kirche erneuert

Denkmal für die Opfer der >Kriege

1942 mußten die 2 großen Glocken abgegeben werden (im 1. Weltkrieg behielt die Kirche ihr schönes volles Bronzegeläut)

1948 große Glocke kehrt zurück

1954 neue Bänke im Kichenschiff aus der Kirche Ossa, Emporkirche /Altarraum neu gedeckt

1955 Turmdachkonstruktion teilweise neu, Turmdach mit Schiefer neu gedeckt

1955 Kirchdach erneuert

1959 Orgel: Modernisierung des Gebläses

1960 neuer Außenputz, Kirche innen im unteren Bereich gestrichen, neue Fußbodenplatten aus Porphyr

1967 Blitzschutz erneuert

1976 elektrische Anlage erneuert

Jesus-Skulptur

1980 mittlere Glocke in Apolda gegossen

1988 elektrische Läuteanlage

1991-1993 Außen- und teilweise Innenerneuerung, Abriss der 1809 angebauten Außentreppe, Überarbeiten der Porphyrteile, Sanierung des Dachstuhles, Erneuerung des Dachreiters (Turm), Turm mit Kupfer gedeckt, Schiffdach mit span. Schiefer gedeckt, Entwässerung um die Kirche, neuer Außenputz und mineral. Anstrich, neue Elektroinstallation, neue Bankheizung, mechanische Turmuhr durch Funkuhr ersetzt, Emporen an der West- und Ostseite erneuert.

1995 teilweise Putz erneuert, Verfugen der Fußbodenplatten, Portal zur Sakristei sowie Sakrametshäuschen freigelegt, neue Treppe zur Orgel, Wiederaufbau der Emporen, die 2. Chorempore auf der Südseite, wurde nicht wieder aufgebaut, stattdessen die Arkantusschlingen von 1658 freigelegt, Malerarbeiten in Farbfassungen von 1809 (grün-weißer Grundton)

1996 Restaurierung des „Auferstandenen Christus" (gefasste Holzskulptur), Altar restauriert, 2 Bleiverglasungen angefertigt, Altarkruzifix restauriert und vergoldet

Kronleuchter

1999 Großreperatur und Restaurierung der Orgel

21. Jahrhundert

2001 Anfertigung von Fenstergittern für die kleinen Fenster im Kirchenschiff

2002 Neuanschaffung von Sitzkissen, Erneuerung der Glockenelektrik

2000-2004 Neuanschaffung von Paramenten

2006 kleinere Reparaturarbeiten am Kirchendach

2008 Erneuerung der Lamellen als Schallluken im Glockenraum und Putzausbesserung an der Kirchenaußenfassade sowie Verkitten und Streichen der kleinen Kirchenfenster