Evangelisch-Lutherisches

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Leitbild des Evangelischen Naturkinderghartens "Wurzelbude" Rathendorf

Foto des Leitbildmotives im Kindergarten RathendorfDas Leitbild unseres evangelischen Naturkindergartens ist an zehn Stellen des Baumes, welcher im Foyer des Kindergartens aufgestellt ist, zu entdecken. Schauen Sie im Bild nach oder kommen Sie einfach im Kindergarten vorbei und schauen Sie sich es selbst an. Kommen Sie dabei auch ins Gespräch mit den Mitarbeiterinnen unseres Kindergartens.

Wir beziehen uns auf Psalm 1,3: Unser Kindergarten ist "…wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, gerät wohl."

Diese Worte stellen keine Selbstüberschätzung dar. Sie sind bezogen auf das Versprechen Gottes, diejenigen, die auf ihn vertrauen, zu segnen. Das biblische Bild des Baumes haben wir gemalt. Dabei tun sich bei genauer Betrachtung Welten auf.


1. Laubdach - Geborgenheit und Schutz

In einer Atmosphäre des Angenommenseins und der Geborgenheit nehmen wir die Unterschiedlichkeit der Kinder, ihre Bedürfnisse und ihrer Individualität ernst.


2. Nest und Nestwärme - Nächstenliebe und Vertrauen haben

Alle Kinder sind mit ihrer Individualität herzlich willkommen. Kinder sind von Gott angenommen, unabhängig ihrer Herkunft, Fähigkeit, Überzeugung und Eigenart. Wir wollen den Kindern in ihrer Selbstbildung helfen, ihnen Zuversicht geben, sie zu Fragen anregen, sie begleiten und loslassen, sie trösten und ihnen Räume für Ruhe und zur Stärkung schaffen.


3. Schaukel - frei und doch gehalten

Wir sind gerne Christen und wollen das in einer ansteckenden und leidenschaftlichen Weise leben. Dabei sind uns Gebete, biblische Geschichten und Lieder wichtig.


4. Eichhörnchen und ko. - Toleranz, Respekt, Akzeptanz und Solidarität

Wir schätzen jedes einzelne Kind als eigenständige Persönlichkeit mit seinen individuellen Fähigkeiten und seiner Neugier, die Welt zu entdecken. Die kindliche Eigentätigkeit, Engagiertheit und Selbstorganisation stehen im Mittelpunkt. Kinder dürfen sich ausprobieren und auch Fehler machen. Durch gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern, durch den gemeinsamen Alltag von reichen und armen, kleinen und großen Leuten kann gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme entwickelt werden. Soziales Lernen findet nur in der lebenspraktischen Ausübung und in der Möglichkeit der Nachahmung statt.


5. Lebendiger Strauch - Achtung und Bewahrung der Schöpfung

In unserem großen Außengelände erproben wir, was es heißt, mit und von der Schöpfung zu leben. Das reicht von beobachten und staunen, über Fürsorge für die Hasen bis zum Verzehr von Kräutern, Gemüse und Obst. Wir üben umweltgerechtes und soziales Verhalten ein.


6. Leiter - Offenheit

Wir verstehen uns als eine familienergänzende Einrichtung. Wir tauschen uns regelmäßig mit den Eltern aus und sind offen für neue Anregungen. Eltern haben die Möglichkeit sich für ihre Kinder im Kindergarten zu engagieren. Wir vertreten die Anliegen von Kindern und ihren Familien in der Öffentlichkeit. Dazu kooperie-ren wir mit anderen Institutionen der Öffentlichkeit (Träger, Kirchspiel, Kirchgemeinde, Ortschaft Rathendorf, Schule).


7. Baumhaus - Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit

Liebevolle Beziehungen sollen jeden Aspekt unseres Kindergartenlebens prägen. Dazu gehört ein Klima der gegenseitigen Annahme, der Fehlerfreundlichkeit, des Humors und Gastfreundlichkeit.


8. Stamm - Qualität

Wir streben nicht nach Perfektion, wohl aber danach, dass jeder Mitarbeiter sein persönlich Bestes gibt - zur Ehre Gottes und aus Respekt den Menschen gegenüber, mit denen er zu tun hat.

Wir nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil. Wir reflektieren unsere Arbeit in Gesprächen und anhand von Fachliteratur.


9. Früchte - Kastanien

Wir beobachten und dokumentieren die Aktivitäten der Kinder und begreifen das Kind als aktiven und selbständigen Lerner. Wir wissen, dass wir wie bei kleinen Früchten genau hinsehen, vielleicht auch etwas über längere Zeit mit der "Lupe" betrachten müssen. Wir wollen den Kindern die Räume ermöglichen, wo sie für ihr weiteres Leben enorme Kraft sammeln können. Diese Kraft wünschen wir unseren Kindern und hoffen, dass sie diese in ihrem späteren Leben freisetzen können.


10. Wasser

So wie der Baum nicht aus sich selbst leben kann, sondern auf Licht, Luft und Nahrung aus dem Wasser angewiesen ist, so wollen wir unsere Kraft aus der Beziehung zu Gott im Vertrauen auf seine Liebe und Nachfolge Jesu Christi beziehen.